Stadt Ingolstadt

Freizeitideen Ingolstadt

Ingolstadt ist an der Donau gelegen und die fünftgrößte Stadt Bayerns, nach München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg. 

Die frühe Geschichte Ingolstadts bis zur ersten Erwähnung

Die Geschichte von Ingolstadt reicht weit zurück. Erste Funde existieren aus der Jungsteinzeit im Raum Ingolstadt. Von den Kelten sind Funde aus dem im heutigen Stadtgebiet bekannt. 15 v. Chr. wurde Ingolstadt Teil des Römischen Reiches.

Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts existiert aus dem Jahre 806, als villa Ingoldesstat. 

Ingolstadt im Mittelalter

Einige Brände in den Folgejahren führte zu dem Verlust von vielen Gebäuden. Deshalb wurde die Moritzkirche 1234 neu errichtet. Im Jahr 1250 erhielt Ingolstadt das Stadtrecht. Das Kreuztor, das heutige Wahrzeichen der Stadt wurde 1385 als Teil der Stadtmauer fertiggestellt. 

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Blütezeit der Stadt Ingolstadt im 15. und 16. Jahrhundert

Im 15. Jahrhundert wurde Ingolstadt erweitert und zählte 87 Türme. Von da an besaß Ingolstadt den Beinamen „die Hunderttürmige”. In dieser Zeitspanne erfolgte auch der Bau des Neuen Schlosses. Das Schloss ist neben dem Kreuztor die Hauptsehenswürdigkeit von Ingolstadt.

Damit verbunden wurde der Bau des Liebfrauenmünsters begonnen und 1525 fertig gestellt. Herzog Ludwig IX. von Niederbayern gründete in Ingolstadt 1472 die erste bayerische Universität. Für die Ausbildung der Studierenden erfolgte die Gründung des Pädagogiums und des Jesuitenkollegs.

Am 23. April 1516 erließen die beiden bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. die neue bayerische Landesordnung in Ingolstadt mit dem wohl bekanntesten Teil: dem bayerischen Reinheitsgebot. Ingolstadt erhielt 1537 den Ausbau zur bayerischen Landesfestung und damit verbunden den Namen “die Schanz”. Seither werden Ingolstädter “Schanzer” genannt. 

Universitäts- und Garnisonsstadt Ingolstadt

Im 18. Jahrhundert erfolgte der Aufbau der medizinischen Fakultät innerhalb der Universität Ingolstadt. Die Universität Ingolstadt erhielt große Aufmerksamkeit innerhalb Europas. Der Illuminatenorden erlangte in Ingolstadt große Aufmerksamkeit. Gegründet am 1. Mai 1776 durch Adam Weißhaupt, wurden die Illuminaten aber aus Ingolstadt vertrieben. Im Juli 1799 verlor die Stadt die wichtigsten zwei Einrichtungen: die Festung und die Universität Ingolstadt.

Die Universität Ingolstadt wurde erst nach Landshut und von dort 1826 nach München verlegt. Ingolstadt war schon seit jeher eine Garnison. Auf der Südseite der Donau war das Lager der Bayerischen Armee. Diese Armee war ein stehendes Heer seit 1682. Es waren viele Soldaten in der Stadt und der Festung Ingolstadt stationiert.

1861 standen 7.193 Zivilisten 12.750 Soldaten gegenüber. Aus diesem Grund hatte das Militär in Ingolstadt viel zu sagen. Das verbesserte die Infrastruktur, aber die wirtschaftliche Lage wurde gehemmt. 

Ingolstadt: die Industrialisierung und die beiden Weltkriege

Mithilfe des 1867 errichteten Eisenbahnanschlusses erfoglte die langsame Industrialiesierung. Daraus resultierte die Entwicklung von Rüstungsbetrieben, beispielhaft die Königlich Bayerische Geschützgießerei.

Im Ersten Weltkrieg wurde Ingolstadt als Gefangenenlager und für drei Lazarette genutzt. Charles de Gaule war der berühmteste Gefangene während des Krieges. Zeitweise waren 40.000 Soldaten innerhalb der Stadt Ingolstadt stationiert.

1938 erfolgte die Fertigstellung der Autobahn bei Ingolstadt. Innerhalb des zweiten Weltkrieges blieb Ingolstadt fast komplett verschont von Bombenangriffen. Somit existiert heute ein Großteil der Altstadt von Ingolstadt. 

Ingolstadt nach dem zweiten Weltkrieg bis heute

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das „Zentraldepot für Auto Union Ersatzteile“ gegründet. Daraus entstand 1949 die neue “Auto Union GmbH”, welche heute als “Audi” bekannt ist.

Ingolstadt erlebte in den 1950er und 1960er Jahren einen Zubau von Gebäuden, bei denen keine Rücksicht auf die historische Altstadt genommen wurde. Damit verbunden entstand auch das neue Rathaus.

1989 wurde in Ingolstadt wieder eine Universität eröffnet. Heute existieren zwei Hochschulen. Zudem wurde die Einwohnerzahl von 100.000 Einwohnern überschritten und damit zählt Ingolstadt zu den deutschen Großstädten.

2006 beging Ingolstadt 1200-jähriges Stadtjubiläum und 2016 die Feier zum 500 Jahre bestehenden bayerischen Reinheitsgebot. Heute zählt Ingolstadt zu den in Deutschland am meisten wachsenden Städten.

Die Sehenswürdigkeiten in Ingolstadt

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Ingolstadt aus historischer Sicht sind das Kreuztor, das neue Schloss, das Liebfrauenmünster, die alte Anatomie und die Festungsbauten im Klenzepark. Aus neuzeitlicher Sicht zählt das Audi-Forum mit dem Audi-Museum und dem Werksgelände zu den meistbesuchten Orten.

Das Kreuztor Ingolstadt

Als Wahrzeichen der Stadt Ingolstadt zählt das Kreuztor. Es wurde 1385 gebaut. Der Name erhielt das Tor vom westlich, nahe der Stadt gelegenen Aussätzigenhaus zum heiligen Kreuz. Das Kreuztor besitzt sieben Türme und ist Teil der Stadtmauer von Ingolstadt. Als letztes der 4 Tore der Stadtmauer besteht es heute noch in seiner ursprünglichen Form.

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Das Neue Schloss Ingolstadt

Das Neue Schloss von Ingolstadt zählt zu den berühmtesten und eindrucksvollsten Profanbauten in Bayern innerhalb des 15. Jahrhunderts. Aus den 1430er Jahren stammen die ältesten Überreste des Schlosses. Als Erbauer gilt Herzog Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt.

Durch Herzog Georg den Reichen und dessen Vater Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut erfolgte die Erweiterung des Gebäudes und der Ausbau zur modernen Residenz. in seiner heutigen Form ist das Bayerische Armeemuseum im Neuen Schloss untergebracht.

Der Liebfrauenmünster Ingolstadt

Das Liebfrauenmünster oder das Münster “Zur schönen unserer lieben Frau” ist die größte katholische Kirche in Ingolstadt. Als spätgotische Hallenkirche im 15. Jahrhundert erbaut, sind die beiden Türme interessant, welche unvollendet sind und eine Übereckstellung aufweisen.

1425 wurde der Bau des Münsters begonnen als Stiftung des Herzogs Ludwig VII. Er stiftete im Jahre 1438 ein wertvolles Marienbildnis für den Innenraum. Dieses Bild ist der Namensgeber und wurde 1801 zerstört. 100 Jahre nach dem Baubeginn erfolgte die Fertigstellung der Kirche.

Die Türme wurden nicht wie geplant gebaut. Sie bekamen anstatt der Türme “nur” Hauben. Zwischenzeitlich war der Münster zugleich Pfarr- und Universitätskirche. Der Münster beinhaltet 8 Glocken, davon hängen 7 im Südturm.

Die Universität Ingolstadt

Die Universität Ingolstadt wird auch “Hohe Schule” genannt. Sie wurde als erste bayerische Universität mit päpstlicher Genehmigung 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen gegründet. Ingolstadt wurde somit die Stadt mit der elften Universität im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.

Im Anfangsjahr schrieben sich 489 Studenten in vier Fakultäten Theologie, Rechtswissenschaft, Medizin und Philosophie ein. Die Universität zählte zu ihrer Hochzeit über 1.000 Studenten.

Nach erneuten Reformen wurde die Universität 1800 wegen eines herannahenden Krieges nach Landshut verlegt. 1826 gelangte die Universität nach München und existiert dort als Ludwig-Maximilians-Universität.

Die Alte Anatomie Ingolstadt

1723 begann der Bau der Alten Anatomie, einem barocken Profanbau, in Ingolstadt für die Universität Ingolstadt. 1685 wurde ein botanischer Garten für Arzneipflanzen der Universitätsmediziner angelegt. Da ein Neubau der Universität aus Kostengründen abgelehnt wurde, erfolgte die Bebauung um den botanischen Garten der Arzneipflanzen.

Der Bau zog sich bis 1736 hin und beinhaltete einen amphitheaterähnlichen Hörsaal. In den 1970er Jahren kaufte die Stadt Ingolstadt das Gebäude mit dem Garten zurück und restaurierte es. Heute befindet sich das Deutsche Medizinhistorische Museum darin.

Klenzepark mit Festungsbauten Ingolstadt

Durch die 1992 anstehende bayerische Landesgartenschau kam es zum Bau des Klenzeparks. Er ist nach Leo von Klenze, dem königlichen Hofbaumeister, benannt. Dieser war an dem Bau der bayerischen Landesfestung Ingolstadt sehr stark involviert.

Im heutigen Klenzepark stehen von der bayerischen Landesfestung das Reduit Tilly und der Turm Triva und andere Teile. Sie beinhalten Teile des Bayerischen Armee- und Polizeimuseums. Zudem gibt es im Park den Rosengarten, einen Kräutergarten, einen Wasserlauf und einen kleinen See.

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Audi-Forum Ingolstadt

Das Audi Forum Ingolstadt ist ein am 15. Dezember 2000 eröffnetes Gebäude der Audi AG.

Innerhalb dieses Komplexes liegt das Audi museum mobile, das Avus Restaurant, sowie Kundencenter, Programmkino und Tagungsräume. Im Audi museum mobile wird die Geschichte der Audi AG und deren Vorgängerfirmen auf drei Stockwerken mit über 100 Zweirädern und Autos gezeigt, welche sich auch verändern.

Angegliedert ist ein Museumsladen, sowie auf der anderen Seite ein Ausstellungsraum mit Neufahrzeugen. Heutzutage verbinden die meisten Menschen Ingolstadt mit Audi.

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