Dracula in Nürnberg

Nürnberg Dracula

Eine der berühmtesten und berüchtigtsten Fürsten des Spätmittelalters war Graf Vlad Dracula III. Es ranken sich sehr viele Mythen um den Fürsten der Walachei.

Der Drachenorden in Nürnberg

Am 12. Dezember 1408 wurde der Drachenorden Nürnberg als katholischer Adelsorden von Kaiser Sigismund von Luxemburg und seiner Frau Babara von Cilli gegründet. Vorbild für diesen Drachenorden war der St.Georg-Orden, gegründet von Karl I. von Ungarn im Jahre 1326.

Als Schutzpatron des Ordens galt der Drachentöter St. Georg. Symbol des Ordens war der Drache, welcher seinen Schwanz um den Hals geschlungen hatte. 

Drachenorden Georg Drache

Der Orden war zum Kampf gegen die Türken/Osmanen gegründet worden. Als Ritter des Drachenordens verpflichtete man sich, das Christentum zu verteidigen. Gerade in der Zeit von Kaiser Sigismund kündigte sich ein Feldzug der Osmanen Richtung Ungarn an, dafür wollte der Kaiser, zugleich König von Ungarn, gewappnet sein.

Aufnahme Vlad Dracul II. in den Drachenorden

Der Vater von Vlad Dracula III.  war Vlad Dracul II. Er war Fürst der Walachei und verbrachte einen Teil seiner Kindheit als Geisel am Hof von Kaiser Sigismund von Luxemburg. Sigismund unterstütze Vlad Dracul II.  beim Kampf um den Thron der Walachei, weil er mit Vlad Dracul II. einen Bündnispartner gegen die Osmanen hatte.

Vlad Dracul II. verbrachte im Jahre 1431 einige Monate in Nürnberg. Auf dem Reichstag zu Nürnberg im Jahre 1431 vergrößerte Kaiser Sigismund von Luxemburg den Drachenorden. Er nahm den Dichter Oswald von Wolkenstein und Vlad Dracul II. in den Rang des Drachenordens auf. Vlad Dracul II. Fürst der Walachei erhielt dabei den Beinamen Dracul als Zeichen seiner Angehörigkeit zum Drachenorden. Es bedeutet „der Drache“.

Vlad Dracula Nürnberg

Kindheit von Vlad Dracula III. 

Seit den 1430er Jahren bedrohten osmanische Invasionen die Grenzregionen des Königreichs Ungarn und der Walachei. Die Adligen der Walachei unterstützten das Osmanische Reich und setzten in der Folge Vlad Dracul II. als Fürst der Walachei ab. Daraufhin lebte die  Familie in einem Siebenbürgischen Exil. Vlad Dracula III. hatte zwei Brüder und soll mit fünf Jahren in den Dracehnorden eingeführt worden sein.

Vlad Dracul II. unterwarf sich letztendlich dem Sultan als Vasall, wurde wieder Herrscher der Walachei und überließ dem Sultan seine beiden jüngeren Söhne Vlad und Radu als Faustpfand. 

Vlad Dracula III. bei den Türken

Die Jahre als türkische Geisel formten die Persönlichkeit von Vlad Dracula III.  enorm. Von seinem Vater war Vlad Dracula III. sehr enttäuscht, da dieser ihn und seinen Bruder Radu als Geisel weggegeben hatte. Außerdem hatte Vlad Dracul II. gegen sein Versprechen gegenüber dem Drachenorden verstoßen.  Vlad Dracula III. war auch deshalb von seinem Vater abgeneigt und verbittert. 

Vlad Dracula III. soll während der Geiselhaft, u. A. in der Festung Egrigöz, des Öfteren wegen seines dickköpfigen und störrischen Verhaltens ausgepeitscht worden sein. Dort lernte Vlad Dracula III. alle Arten der Folter (z.B.: das Pfählen) kennen. Er musste selber foltern auch wenn er es nicht wollte, sonst wurde er selber gefoltert. Somit lernte er: Entweder foltert man selber andere oder man wird gefoltert. 

Vlad Dracula III. wurde nach einiger Zeit von seinem Bruder getrennt. Der Sultan Mehmed II. hatte sich seinen Bruder Radu als Geliebten auserkoren und Radu fügte sich seinem Schicksal. So war Vlad Dracula III. auch von seinem Bruder enttäuscht, dass dieser sich nicht genügend dagegen gewehrt hatte und er entwickelte einen großen Hass auf Sultan Mehmed II.

Vlad Dracula III. in der Walachei

Nachdem Vlad Dracul II. außer Landes war, wurde Mircea II., der ältere Bruder von Vlad Dracula III., Fürst der Walachei. 1442 übernahm Mircea die Geschäfte als Fürst, wurde aber von Basarab II. umgehend wieder entmachtet. 

Angesichts eines neuen christlichen Kreuzzugs gegen die Osmanen sandte Vlad Dracul II. 1444 seinen Sohn Mircea II. mit Truppen zur Unterstützung der Türken aus, da das zuvor geschlossene Abkommen mit den Türken nicht gefährdet werden sollte. In der folgenden Schlacht bei Varna kam es zur weitgehenden Vernichtung der christlichen Armee. 

Am 12. Dezember 1446 wurde Mircea II. auf Befehl der Ungarn im Bojardischen Rat (Bojaren waren die Adligen der Walachei)  mit glühenden Eisenstangen geblendet und lebendig begraben. Im Dezember 1447 verübten aufständische Bojaren in den Sümpfen in der Nähe von Bălteni ein tödliches Attentat auf Vlad Dracul II. Daraufhin marschierten die Türken in der Walachei ein und setzten Vlad Dracula III. auf den Thron.

Schloss Vlad Dracula

Die Ungarn entmachteten Vlad Dracula III. und er floh ins Fürstentum Moldau zu seinem Onkel. Schließlich riskierte Vlad Dracula III. nach Ungarn zu reisen und dem König von Ungarn von den Türken zu erzählen. Er wurde daraufhin vom ungarischen König unterstützt und erlangte 1456 den Thron über die Walachei wieder.

Vlad Dracula III. brachte durch Gesetzesänderungen, die Gerichtsbarkeit und drastische Strafen Ruhe und Ordnung in die Walachei. Gegen die Bojaren ging er sehr stark vor und entließ sie aus allen Ämtern, da diese gegen seinen Vater und Bruder vorgegangen waren. Er ließ Thronaspiranten foltern und pfählen, sowie viele Siebenbürger die sich gegen Ihn stellten. 

Walachischen Überlieferungen zufolge sollen Verbrechen und Korruption durch Vlads Strenge schon bald nach seinem Regierungsantritt weitgehend verschwunden sein und Handel und Kultur wieder floriert haben. Viele Untertanen verehrten Vlad angeblich für sein unerbittliches Beharren auf Recht, Ehrlichkeit und Ordnung. 

So soll Vlad Dracula III. einen goldenen Becher an den Hauptbrunnen gestellt haben, damit sich jeder damit zu trinken aus dem Brunnen nehmen kann. Wenn der Becher weg war, wurde die Person, die den Becher gestohlen hatte,  gesucht und nach ergreifen gepfählt. Wurde die Person nicht gefunden, wurde deren Familie gepfählt.

Durch die vielen Pfählungen bekam Vlad Dracula III. später den Beinamen Tepes (der Pfähler). In späteren Büchern, durch z.B.: Bram Stoker, wurde aus Vlad Dracula III. Graf Dracula.

Die Dracula-Story von Hint-Caching in Nürnberg

Uns faszinierte der Gedanke Dracula mit Nürnberg zu verknüpfen, da es hier historische Hintergründe zu der Beziehung zwischen Dracula und Nürnberg gibt. Deswegen haben wir unsere eigene Geschichte um das Thema Dracula in Nürnberg entworfen. Dazu eignet sich sehr gut der Drachenorden.  

Nürnberg Burg

Heraus kam der Titel:

Dracula: Fluch des Drachenordens

Ein Graf ist in der Stadt und fragt beim Drachenorden an, ob die Flugschriften die Wahrheit über die Grausamkeiten von Graf Dracula sagen. Wie wäre wohl der Drachenorden mit den Anschuldigungen der Flugschriften umgegangen, welche behaupten Graf Dracula habe seine Feinde grausam gepfählt und auch gegessen? Auf anderem Wege weiter gedacht und die Schriften stimmen, wie würde Graf Dracula im Nachhinein vom Drachenorden behandelt? Geehrt oder verstoßen? Hat er sich gegen die Würde des Drachenordens verhalten, wobei er doch tapfer gegen die Türken gekämpft hat? Er war doch einer von wenigen die sich wirklich der Bekämpfung der Türken verschrieben hatten. 

Hier greift Hint-Caching die Story um Dracula in Nürnberg auf.

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